Die offene Landesmeisterschaft in Wippra geht mit internationaler Beteiligung über die Schanzen im Hasselbachtal. Die Wippraer haben es am Wochenende auf drei Landesmeistertitel im Spezialspringen gebracht.

Ferienanlage Harz - Skispringen in Wippra - Finnland mit am StartWIPPRA/MZ.
Zum ersten Mal sind am Sonnabend auch Finnen auf der Hasselbachschanze in Wippra gesprungen. Die zehn Springer aus dem hohen Norden haben sich am Wochenende an einem internationalen Pokal-Wettkampf im Ski-Springen, das neben der Landesmeisterschaft ausgetragen wurde, in dem kleinen Harzort beteiligt.

"Da sind die Wippraer erst einmal wieder dran"

Das Springen war aber nur ein Teil des Wochenendprogramms, das der Verein Ski- und Freizeitsport für seine Gäste auf die Beine gestellt hat. Schon am Freitag waren sie Rodeln und am Kletterfelsen im Wippraer Kletterpark. „Die Wand ist ja Wahnsinn“, fand Juha Nakari. Etwas derartiges habe er noch nie gesehen, sagte der Finne gegenüber der MZ. „Bei uns gibt es zwar auch Kletterwände, aber die sind aus Eis und ohne Griffe“, so Nakari lachend. Aber gerade für Skispringer findet er solche Kletterwände, wie die in Wippra, einfach perfekt. Denn der Sportlehrer ließ es sich nicht nehmen, zu beobachten, welche Muskelgruppen seiner Schützlinge beim Klettern beansprucht werden. „Ein perfektes Training für Springer“, fand Nakari. Den Finnen gefällt es in Wippra so gut, dass sie auf jeden Fall wiederkommen wollen. Allerdings noch nicht im nächsten Jahr. „Da sind die Wippraer erst einmal wieder dran, uns zu besuchen“, sagte der Betreuer der Finnen. Das wäre dann das zweite Mal, dass die deutschen Freunde, wie Nakari die Wippraer Springer nennt, nach Jänse - 250 Kilometer nördlich von Helsinki - fahren.

Ferienanlage Harz - Skispringen in Wippra - Finnland mit am StartMarcel Sohm vom WSV Harzgerode sprang 41,5 Meter.  (BILD: REIBER)

Das alles sei nur dadurch entstanden, weil man vor ein paar Jahren finnische Matten bei der Sanierung der Hasselbachschanze verbaut habe, erklärt Edgar Walter vom Wippraer Verein Ski- und Freizeitsport. Damals sei ein Vertreter des Mattenherstellers nach Wippra gekommen und Nakari war dessen Übersetzer. Später wurde er zum Initiator der gegenseitigen Besuche und hat im vergangenen Jahr nicht nur den Verein zu sich nach Finnland eingeladen, sondern auch gleich noch Sponsoren aufgetan, welche die Reise finanzierten.

Beide Seiten wollen auf jeden Fall Kontakt halten, erklärt Nakari. Denn der diplomierte Sportlehrer hat sich den Deutsch-Finnischen Sportveranstaltungen verschrieben. „So etwas muss doch forciert werden“, findet er. Zwischen den Vereinen sind zwar schon beim ersten Besuch Freundschaften entstanden, aber der Wippraer Verein hatte nun nach elf Monaten schon arg zu tun, die damaligen Mitfahrer wieder zusammen zu bringen. Denn der Verein hat ein massives Problem. Es mangelt ihm nicht an Nachwuchs bei Kindern und Jugendlichen. Bei den Erwachsenen sieht das allerdings ganz anders aus. „Mit 16 bis 18 Jahren ziehen unsere Jugendlichen weg“, sagte Walter. Denn dann würden sie meist in der Ferne eine Ausbildung oder ein Studium beginnen, hat Walter beobachtet.

Wirkliche gute Ergebnisse auf der Schanze

Immerhin haben die Wippraer es am Wochenende auf drei Landesmeistertitel im Spezialspringen gebracht. Janneck Elias Einicke gewann in der Altersklasse Jungen bis acht Jahre. Richard-Thomas Rauhut konnte sich den Meistertitel in der Altersklasse Jungen neun bis elf Jahre holen und Eric Wolfsdorf gewann bei den Jungen 14 bis 15 Jahre. Benjamin Büchel gewann in der Altersklasse Ü 20 mit Weiten von 40 und 42 Metern. Das sind zwar wirkliche gute Ergebnisse auf der Schanze, aber die spielten für seinen Sieg gar keine Rolle.

Denn Büchel war der einzige Starter in seiner Klasse und extra für dieses Springen angereist, um die Finnen wieder zu sehen. Benjamin Büchel studiert nämlich inzwischen in Spanien, erzählt Walter.

Bericht und Fotomaterial der Mitteldeutschen Zeitung vom 06.07.2014

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